Auf die Frage, ob man nach dem Abitur mit dem Studieren beginnen sollte oder nicht, hat der Twitter-Gründer Jack Dorsey in der Zeit (5/2012) vom 26. Januar 2012 sehr trefflich Folgendes gesagt:
„Wenn man an der Uni fantastische Professoren und Kommilitonen hat, sollte man dorthin gehen. Wenn man aber wie ich das meiste lernt, indem man arbeitet, ein Unternehmen gründet, ein Kunstprojekt macht, einfach das, was einen begeistert – dann sollte man das tun.“
Ein jahrhundertaltes Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte befindet sich in Berlin-Weißensee. Auf dem größten westeuropäischen jüdischen Friedhof befinden sich auf 42 Hektar über 115.000 Grabstellen. Angelegt wurdet der Friedhof 1879. Dabei ist er in 120 Grabfelder unterteilt. Der Architekt Hugo Licht kreierte die beachtlichen Eingangsbauten und die Trauerhalle. Neben imposanten Mausoleen findet der Besucher auch eine Gedenktafel aus dem Kaiserreich: 1914 widmete der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten (RJF) den im 1. Weltkrieg gefallen deutsch-jüdischen Soldaten eine Gedenktafel. Von den insgesamt 12.000 gefallenen jüdischen Frontsoldaten stammten 3500 aus Berlin.
Während des Dritten Reiches wurden mehrere Gräber des Friedhofs geschändet. Nach 1945 fungiert nur noch ein kleiner nördlicher Teil für Grablegungen. Am Eingang des Friedhofes gibt es ein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Zudem gibt es ein Gedenkgrab für die in der Reichskristallnacht 1938 geschändeten Thorarollen. 2005 sprach sich unter anderem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) dafür aus, den Friedhof in das UNESCO-Weltkulturerbe aufzunehmen.
Auf dem 42 Hektar großen Gelände sind viele deutsch-jüdische bedeutsame Persönlichkeiten bestattet, darunter:
Alex und Doris Tucholsky, Eltern von dem Journalisten und Schriftsteller Kurt Tucholsky
Samuel Fischer, Gründer des Fischer-Verlags
Fanny und Rudolf Einstein, Schwiegermutter und -vater von Albert Einstein
Widerstandskämpferin Sally Epstein, die beim Anschlag auf Horst Wessel mitwirkte.
Der Friedhof liegt in der Herbert-Baum-Strasse 45 im Berliner Bezirk Pankow und ist mit der Staßenbahn bis Station Albertinierstrasse zu erreichen. Die Öffnungszeiten sind Sonntag bis Donnerstag von 8-16 Uhr und Freitags von 9-14.30 Uhr. Für einen Rundgang sollten 1-2 Stunden eingeplant werden. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Falls keine zur Hand ist, können Kippas am Eingang ausgeliehen werden. Mehr Informationen über den Friedhof auch hier.
Verwilderte Gräber
Verwilderte Gräber
Grab des jüdischen Mitbürger Deutsch
Mausoleum
Denkmal für die gefallenen jüdischen Soldaten im I. Weltkrieg
Denkmal für die gefallenen jüdischen Soldaten im I. Weltkrieg
Trauermahl für die Opfer des Nationalsozialismus (Photo by Angela Arnold)
Jüdischer gefallener Frontsoldat, Träger des Eiseren Kreuzes II. Klasse
Leserbrief zu dem Artikel „Unter Menschen“ von Anita Blasberg und Christian Denso in der ZEIT vom 15.12.2011, Seite 17-20.
Liebe Frau Blasberg, lieber Herr Denso,
sie haben eine sehr anschauliche Reportage über den Vergewaltiger Hans-Peter W. verfasst. Leider vermisst der Artikel die journalistische Ausgewogenheit. Hier wird ein von der Gesellschaft verachteter Sexualstraftäter als hilflos und ausgegrenzt dargestellt. Sie beschrieben den eigentlichen Täter als armes Opfer, dem es nicht mehr möglich ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Die Frage stellt sich, ob es überhaupt möglich ist, einen Menschen wie W. wieder in die Gesellschaft integrieren zu können? W. war bis 1981 zunächst in Freiburg im Knast, wegen sexueller Nötigung, gefährlicher Körperverletzung sowie Vergewaltigung. Nach der ersten Entlassung vergewaltigte er binnen drei Wochen, wie in ihrem Artikel nur sehr kurz beschrieben, in Heilbronn zwei weitere Frauen. Eine im Beisein ihres eigenen Sohnes. W. ist schon einmal rückfällig geworden, und auch wenn sie betonen, dass W. nur zu 10% rückfällig ist, stellt er dennoch ein zu hohes Restrisiko für die Gesellschaft darf.
Sie beide, sowie allen Eltern, die diesen Kommentar lesen, sollten sich selbst die Frage stellen: „Würden Sie gerne W. in Ihrer Nachbarschaft haben, der Sie, Ihre Kinder oder Angehörige möglicherweise überfallen und vergewaltigen könnte?“
Sexualstraftäter haben in unserer Gesellschaft, so hart es klingen mag, keine zweite Chance verdient! Ein Täter, wie W. beispielswiese, kann nicht zu 100% in unsere Gesellschaft integriert werden, denn das Rückfallrisiko (auch wenn es nur 10% ist) ist zu hoch.
Für das was W. und alle anderen Sexualstraftäter gemacht haben, gibt es meines Erachtens de facto (nicht de jure) nur eine „gerechte“ Strafe: Lebenslang in ein Anstalt mit Gleichgesinnten sperren. Dies ist erstens effizient (wir benötigen keine Gutachten von Psychologen, Anwälten, Gerichtsverfahren, Fussfessel, etc.) und zweitens wird dadurch gewährleistet, dass Sexualstraftäter nicht als potenzielle Täter in die Gesellschaft zurückgelassen werden können. Eine Person, die eine andere Person vergewaltigt, hat in unserer Gesellschaft nichts verloren und muss, so hart es klingen mag, ausgegrenzt werden, um das Gemeinwohl zu schützen.
PM David Cameron says "no"(Photo by Remy Steinegger)
PM Cameron chose correctly to presently stay out of the European common currency and to not support the new EU crisis treaty. GB would face to many problems:
With the Masstricht Treaty the strongest industrial countries, namely the Netherlands, France, Germany, Austria, Belgium and Luxembourg allowed „weak“ economies, such as Spain or Greece to enter the common currency Euro. The problem hereby is that these weak economies do not work as well as the strong ones. Over the last 60 years the EU has contributed to achieve peace and open borders, which is important for an open peaceful European continent. But allowing weak economies into the eurozone won’t help establish a strong Euro – and with a weak Euro, the main goal of EU – establishing peace and economic wealth on the continent – will be in danger.
The Euro can only remain strong, as long as strong economies such as Germany, France, GB and the Benelux countries stick together and form a strong currency. 17 countries forming a currency is just too many, especially if more weak countries (e.g. from the east) are allowed into the eurozone. The eurozone will be more susceptible if too many weak economics enter it. An example: no winemaker would be so stupid to mix “good” and “bad” wine.
The Euro needs a well based economic fundament, formed by the strongest economies in Europe. Only then can the Euro be entitled to be a serious opponent to the Dollar. If that fundament is created by the six strongest European countries, GB and potentially Switzerland – who of course would be more than welcome to join the community – a new strong Euro could be shaped.
In der Zeit vom 24.11.11 steht zu Guttenberg den Fragen von di Lorenzo Antwort
Die Zeit druckte am 24. November 2011 aus dem erscheinenden Gesprächsband „Vorerst gescheitert“ von Karl-Theodor zu Guttenberg und Giovanna di Lorenzo einen ersten Auszug ab. Auf den vier Seiten befragt Lorenzo Guttenberg insbesondere über die Verfassung der Doktorarbeit und den anschließenden politischen Skandal. Guttenberg beteuert, dass er nicht vorsätzlich habe täuschen wollen und kreidet das Verschulden seinem eigenen ungenügenden Time-Management, Hochmut und Stolz an, die Arbeit neben dem politischen Amt stemmen zu können: „Die sorgfältige Detailarbeit, gerade das korrekte Einarbeiten und Zitieren fremder Quellen, ist wiederholt unterblieben. Diese Arbeiten hätten niemals unter Zeitdruck stattfinden dürfen.“ Weiter versichert er, dass es nicht mit der Arbeit täuschen wollte: „Wenn ich geschickt hätte täuschen wollen, hätte ich es vermeiden, Textstellen so plump und so töricht in diese Arbeit zu übernehmen, dass sie sich für jeden betroffenen Autor sofort erschließe, der dann zum Beispiel einen Vergleich mit seinem Werk vornimmt, das im Literaturverzeichnis sogar benannt ist. Wer die ersten Zeilen seiner Einleitung komplett aus einem Zeitungsartikel abschreibt, dann aber gleichzeitig so doof ist, die Autorin (Barbara Zehnpfennig Anm.d.A.) dieses Textes im Literaturverzeichnis zu benennen, der handelt nicht absichtlich, sondern aus Überforderung und weil er den Überblick verloren hat!“
Guttenberg beteuert: „Ich habe mit dem Abfassen dieser Doktorarbeit die (…) denkbar größte Dummheit meines Lebens begangen. Das bedauere und bereue ich von Herzen.“
Gegenüber den oben genannten Aussagen steht die Fakten des GuttenPlag Wiki. Dieser besagt, dass in der Dissertation von Guttenberg 1218 Plagiatsfragmente in über 135 Quellen gefunden worden sind. Nichtsdestotrotz bleibt Guttenberg bei seiner Aussage, dass nicht vorsätzlich abgeschrieben habe, sondern „das fatale Ergebnis einer chaotischen und ungeordneten Arbeitsweise“ anzukreiden sei.
Guttenberg hat sich mit der Verfassung der Dissertation sichtlich übernommen, denn Familie und Beruf standen zudem auf der täglichen Agenda. Guttenberg steht in den Auszügen von „Vorerst gescheitert“ klar und deutlich seine Fehler ein: Chaotische Arbeitsbedinungen, schlechtes Timemanagement und Hochmut. Jedoch verweist er klar den Vorwurf von sich absichtlich getäuscht haben zu wollen. Das dies für viele unglaubwürdig erscheint, sieht er selbst ein: „Mit der Erklärung, die ich abgegeben habe und die für viele holprig klingen mag, mache ich es mir sicherlich schwer.“
Da das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen Guttenberg wegen nur marginalen Verstößen eingestellt worden ist, hat Guttenberg zunächst keine weiteren rechtliche Konsequenzen zu befürchten. Politisch hält sich zu Guttenberg, wie er auch durch den treffenden Titel seines Gesprächsbandes „Vorerst gescheitert“ alle Türen offen. Vielleicht wird er schon wieder 2012/2013 die politische Bühne in Berlin mitbestimmen. Die Veröffentlichung seines Buches Ende November 2011 ist taktisch klug gewählt: Mit Weihnachten steht das Fest des Friedens und der Versöhnung vor der Türe.
Im November liegen viele der Deutschen flach. Grund ist oftmals eine der vielen Erkältungsgrippen (Influenza). Sobald eine kerngesunde Person auf eine infizierte Person trifft, kann sie über die noch kleinste Tröpfchenmenge (Niesen, Sprechen) angesteckt werden. Ärzte empfehlen deshalb, vorbeugend eine Impfung sowie bei Grippenanzeichen sofort einen Arzt aufzusuchen.
Doch wie können wir uns anstelle einer Impfung schützen? Die Verbraucherzentrale Bayern veröffentlichte 2008, dass scharfes Essen vor Erkältungen vorbeugt: Chili, Pfeffer und auch Senf stärken unsere Abwehrkräfte.
Besonders empfiehlt sich hierbei der Thomy Scharfer Senf im 250 ml Glas. Der scharfe Thomy bestehend aus Senf, Branntweinessig, Trinkwasser, Jodsalz, Gewürze, Zucker, Säuerungsmittel Weinsäure sowie Spuren von Sellerie und Milch pfeift selbst bei geringer Menge Nasen, Hals und Ohren frei.
Egal ob zum deftigen Frühstück (Weißwurstfrühstück), zum Mittagstisch (Hack mit Nudeln) oder zum Abendbrot (Wurst- und Käseplatte) ist der feurige Begleiter die ideale Ergänzung. Aber Vorsicht: Wer zuviel von der Liebeserklärung an die Schärfe naschst wird mit tränenden Augen und Schweißausbrüchen quittiert.
Was für ein blamabler Auftakt: Unter dem neuen Trainer Marcus Sorg hat der SC Freiburg in den vergangenen sieben Ligaspielen fünf mal verloren, über 22 Gegentore kassiert und steht mit nur vier Punkten auf dem vorletzten Platz der Fussball Bundesliga. Die Statistik von Sorg ist ein Armutszeugnis: unter seinen Fittichen holen die Breisgauer im Schnitt 0,57 Punkte, fangen 3,14 Tore und treffen nur 1,71 mal.
Blick in eine ungewisse Zukunft: Trainer Marcus Sorg (Bild von Ingo Stoeldt)
Die Saison 2011/2012 wird zum Prüfstein: Vor allem die Defensive, noch unter Robin Dutt wesentlich stabil, wackelt gewaltig. Der Strohalm, an welchen sich Fans, Präsident Keller, Sportdirektor Duffner und Co. halten ist die Treffsicherheit von Papiss Demba Cissé. Doch falls der Senegalese nicht trifft oder frühzeitig verkauft wird, werden die Freiburger direkt von Liga 1 in die 2. Liga durchgereicht werden. Freiburg muss in der Winterpause auf dem Transfermarkt tätig werden, und sich in der Defensive namhaft verstärken. Ansonsten droht der vierte Abstieg der Vereinsgeschichte.
Seit über 60 Jahren hält der Konflikt an. Im 21. Jahrhundert glauben eigentlich nur noch Optimisten, dass es eine reelle Chance auf einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern geben könnte. Nach den jüngsten, unter anderem tödlichen Zwischenfällen, an der israelisch-syrischen Grenze und im Westjordanland spitzt sich die Lage zwischen den zwei Völkern zu. Abzuwarten gilt ob sich im September 2011 Abbas dazu entschließen wird, vor der UN-Hauptversammlung die Debatte um die Gründung eines Staates Palästina neu zu entfachen. Bis dahin ist die Lage weiterhin ungewiss und angespannt. Über eine dritte Intifada wird schon spekuliert.
1967 eroberten im Sechs-Tage-Krieg die Israelis den östlichen Teil (Altstadt mit Tempelberg und Klagemauer) von Jerusalem. Seitdem feiern Israelis jedes Jahr die Wiedervereinigung von West- und Ostjerusalem, die im Jerusalemgesetz von 1980 als vollständige und vereinigte Hauptstadt Israels bezeichnet wird. Der UN-Sicherheitsrat hat in Revolution 487 dieses Gesetz als nichtig erklärt. Aus diesem Grund befinden sich bis heute die meisten Botschaften nicht in Jerusalem, sondern in der Gründungsstadt Tel Aviv.
Nichtsdestotrotz sind viele Israelis der Ansicht, dass das „vereinigte“ Jerusalem komplett nur den Juden als Hauptstadt gehören darf. Ohne Rücksicht auf die arabische Bevölkerung wird jedes Jahr der Jerusalem-Tag gefeiert. Auf welche Art und Weise israelisch politisch-rechts gesinnten Jugendlichen diesen Feiertag am 1. Juni 2011 „feiern“ ist erschreckend: Der Beitrag von ARD-Korrespondent Richard C. Schneider lässt jede Hoffnung auf einen Frieden im Nahost-Prozess schwinden.
In Israel gibt es ein Sprichwort: In Tel Aviv wird gefeiert, in Haifa gearbeitet und in Jerusalem gebetet.
Im religiösen Jerusalem wird die Auslegung des Shabbats sehr penibel umgesetzt: Vom Freitag Sonnenuntergang bis Samstag Sonnenuntergang werden die Bürgersteige hochgeklappt: 24 Stunden gleicht Jerusalem einer Geisterstadt, wie dieses Video aus der sonst gut besuchten Fußgängerzone Ben Yehuda verdeutlicht:
PS: Die Säkularen finden auch in Jerusalem ein Café, das an Shabbat offen hat:)
Jüdische Sprichwörter werden oft unbewusst ihrer Herkunft im Deutschen benutzt. Dr . Artur Landsberger hat als erster in dem Werk Jüdische Sprichwörter (erschienen im Ernst Rowohlt Verlag, 1912 in Leipzig) eine ganze Reihe von jüdischen Zitaten über Familie, Glück, Unglück, Weisheit, Juden, Religion, Gott, Tod und Leben, Lebensregeln und Redensarten zusammengetragen. Einige ausgewählte Sprichwörte werden Sie in Zukunft in der Rubrik Jüdische Sprichwörter auf dem Blog stonesand finden. Das erste Sprichwort handelt über den Besuch:
Der Besuch des Freundes gleicht dem Regen, um den man bittet, wenn er ausbleibt, um den man hinwegwünscht, wenn er zu lange anhält.