80% auf Amazon für Sarrazin!

Der 65-jährige Thilo Sarrazin hat die Republik mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzten” aufgebracht und gespalten. Vor allem die muslimisch-und jüdischfeindlichen Thesen in Sarrazins Werk werden scharf kritisiert (Interview in Welt-Online). Kanzlerin Merkel fordert eine Entschuldigung. Gabriel den Rücktritt aus der SPD. Der Zentralrat der Juden ist empört. Doch laut einer Umfrage stimmen immer mehr Politiker aus SPD und CDU/CSU dem Bundesbanker zu (Siehe Artikel auf Spiegel-Online). Auch der Axel-Springer-Verlag begünstigt Sarrazin. Die „Bild-Zeitung” veröffentlichte innerhalb der vergangenen Woche jeweils unzensierte Auszüge aus dem neuen Buch.

Ein aktueller Blick auf Amazon zeigt folgendes: Von 120 Rezensionen wurden für das Buch 97 Mal die Bestnote 5 Sterne vergeben. 15 Mal folgte die schlechteste Note 1 Stern. Dass bedeutet, dass über 80 Prozent Sarrazin unterstützen. Er sagte selbst, dass er emotional die Gemüter bewegen möchte und ergänzte in der Süddeutschen Zeitung vom 31.August 2010 auf Seite 11: „Ich bin mit dem Begriff jüdisches Gen völlig unbefangen und wertfrei umgegangen.”

Schafft Deutschland sich selbst ab, oder ist doch nur alles Propaganda? Klar ist das polemische Äußerungen dieser Art immer auf Nährboden fallen. Das Deutschland in der Integrationspolitik Fehler gemacht hat, kommt vor. Bis zum heutigen Zeitpunkt habe ich das Buch nicht gelesen, deshalb kann ich noch kein einschlüssiges Urteil über Sarrazin fällen. Nichtsdestotrotz habe ich einige Rezensionen von Amazon zusammengestellt, welche die Meinungen der jeweiligen Autoren, nicht aber meine, widergeben:


„Wer sich differenziert mit diesem Thema auseinandersetzen will und Einblicke erhalten möchte, dem sei das vor kurzem erschienene Buch “Halbmondwahrheiten” von Isabella Kroth empfohlen. Niemand will abstreiten, dass es Probleme in Sachen Integration gibt. Dies ist seit Jahren bekannt. Doch Sarrazins Argumentationsketten sind nicht nur verwunderlich, sie machen regelrecht Angst. Ich hoffe, dass Menschen im In- und Ausland verstehen, dass das Sarrazins Buch genauso wenig der Spiegel der deutschen Seele ist, wie “Erdogans Rede ein Spiegel der türkischen Seele” (1 Sterne Renzension von N.R.)

Das Buch ist großartig. Es deckt sich mit den jahrzehntelangen Erfahrungen, die ich in meinem Beruf sammeln “musste”. Integrationswille ist bei – muslimischen männlichen – Migranten überhaupt nicht vorhanden. Beleidigungen gegenüber “Ungläubigen” an der Tagesordnung. Das wird in Sarrazins Buch sehr deutlich. Sicher polemisiert er häufig zu stark. Andererseits, das stille Mahnen geht in der heutigen Spaßgesellschaft unter. Ein wichtiges Buch zur rechten Zeit. Das gegen political correctnes und den linken Zeitgeist angeht. (4 Sterne von Literaturkritiker)

Die Rezensionen zeigen eindeutig, das die große Mehrheit doch nichts von der Geschichte gelernt haben. Vor 60 Jahren hat schon jemand behauptet, ein anderes Volk wäre für das Übel im Land verantwortlich. (1 Sterne Renzension von Gökhan Özalp)

[...]Sarrazin macht Nägel mit Köpfen, bennent Tatsachen, belegt sie mit Statistiken und zieht glasklare Analysen. Klar, dass sich an dieser Stelle Meinungen reiben. Vielleicht stimmt es sogar, dass Sarrazin spaltet. Aber dies muss er sogar, nur so kommen die wirklich wichtigen Themen in den Vordergrund der Tagespolitik. Zu – und Einwanderungspolitik, unsere überalterte Gesellschaft, der Sozialstaat und der Gesundheitszustand unserer Demokratie sind Themen die in Deutschland völlig neu diskutiert werden müssen, damit Deutschland nicht eines Tages auseinanderbricht. Thilo Sarrazin hat mit seinem Buch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet.(5 Sterne von Roswitha und Christian Döring)



Westerwelle spürt die IV. Macht im Staate

FDP-Politiker Guido Westerwelle und sein Lebensgefährte Michael Mronz. (Bild von Tafkas)

Im zweiten Kabinett Merkel wettert die Opposition von Grünen, Linken und SPD bestimmt und gezielt gegen den Koalitionspartner FDP und dessen Vorsitzenden Westerwelle. Unverständlichkeit bringen auch die Meiden, voran die zwei großen Vertreter Spiegel sowie die Süddeutsche, gegenüber Westerwelle auf. Egal wie sich Westerwelle zu Harts IV, Klientenpolitik und Geschäftsreisen (unter anderem die Beschuldigung mit seinem Lebenspartner Michel Mronz privates mit geschäftlichen zu vermischen) positioniert, er hat es zurzeit in Deutschland schwierig.

David Harnasch, Journalist für das politische Magazin Cicero brachte es in seinem Kommentar auf dem Punkt: In Deutschland herrscht der Volkssport Guidobashing

32 und schon Ministerin: Dr. Kristina Köhler

Dr. Kristina Köhler (CDU) hat am 30.11.2009 das Amt von Ursula von der Leyen als Familien-Senioren-Jugend und Frauenministern in dem zweiten merklischen Kabinett übernommen. Die aus Wiesbaden stammende 32-Jährige Politiker hat ähnlich wie der Gesundheitsminister Rösler (FDP) eine deluxe politische Karriere hingelegt.

Zudem hat sie die neuartigen Formen der Politk 2.0 angenommen. Fleißig twittert sie wie Obama und auf Facebook ist sie auch vertreten. Doch ob sie auch kompetent genug für dieses Amt ist, bezweifelt nicht nur die Harald Schmidt Show:

Politisches WG-Badezimmer vorhersagt die Wahl

Typisches politisches Badezimmer in München

Wird es Merkel oder Steinmeier? Morgen wissen wir mehr...

Welche Parteien werden morgen den Kanzler bzw. die Kanzlerin stellen?

Zu dieser Frage bedarf es die Bildmontage aus dem SPIEGEL vom 21.09.2009 zu interpretieren. Sie hängt zwischen Handtüchern als politisches Kunstwerk in unserem Münchner WG Badezimmer und hat uns dabei geholfen den Wahlausganges zur Bundestagswahl 2009 vorherzusagen:
Merkel wird mit der Union die stärkste Partei im Deutschen Bundestag stellen. Jedoch wird es nicht mit der FDP zu einer Koalition reichen; deshalb wird es zu einer erneuten Auflage der Großen Koalition mit der SPD kommen. Angela Merkel wird nicht mehr Kanzlerin sein, denn den Kopf der Regierung wird Frank Walter Steinmeier bilden.

Wie es wirklich kommen wird, sehen wir morgen gegen 18.00 Uhr …

Heißer, laut und eloquent: Steinmeier live in München

Frank-Walter Steinmeier 2009 (Photo von Arne List)

Am 16.09.2009 hatten sich über 7000 Bürger auf dem Münchner Marienplatz versammelt um den Außenminister und Spitzenkandidat der SPD live zu erleben. Gegen 19.15 Uhr wurde das Warten belohnt, denn der eher diplomatisch, zahme und ruhige wirkende Steinmeier blühte vor den Versammelten auf, attackierte die FDP, CDU und die CSU, und versprach als Kanzler dem Land den richtigen Umschwung zu verpassen:  Raus aus der Atompoltik, dafür ran an Ressourcen Wasser, Wind und Sonne; mehr Geld für Bildung, mehr Entlastung für Familien mit Kindern.  Mehr internationales Engagement in Afghanistan, jedoch mit der Bedingung 2013 die Truppen zurück zuziehen.
Sein Hauptaugenmerk legte Steinmeier in seiner Rede auf die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und den Schutz der Arbeitnehmer.

Fazit:
Für eine laue Spätsommernacht wirkte Steinmeier ein bisschen ausgelaugt, heißer, wiederholte sich häufig mit “meine Damen und Herren” und konnte hin und wieder auch etwas lauter werden als gewohnt. Insgesamt jedoch hat Steinmeier gepunktet, denn er überzeugte häufig mit Eloquenz und wirkte live besser, menschlicher und “näher am Bürger” als im Fernsehen .

Wozu Merkel, Steinmeier, Westerwelle und Jung schweigen!

Während Bundespräsident Köhler das neue Bundeswehrdenkmal in Berlin einweiht und die Minister im Bundestag debattieren analysierte nur ein einziger(!) Gregor Gysi am 8. September am Brandenburger Tor was genau die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, die Kanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier und der Verteidigungsminister Jung alles falsch in Afghanistan gemacht haben und dies bis zum heutige Tage weiter praktizieren.

Gysi forderte folgerichtig, dass unsere Gesellschaft eine neue politische Denkweise erlernen muss, denn erstens kann Terrorismus nicht mit Waffengewalt besiegt werden und  zweitens entstehen durch den Kriegseinsatz nur neue Terroristen.  Schlussendlich forderte Gysi, dass eine Revolution in Afghanistan von unten kommen müsse, also von den Afghanen selbst initiiert und nicht von oben herab mit Waffengewalt durch die USA, die NATO oder die deutschen Bundeswehr angestoßen.

Deshalb lautet die folgendrichte Konsequenz: Raus aus Afghanistan!

Gysi:„Die Linke ist klar gegen den Krieg”

Der Parteivorsitzende der Partei Die Linke Dr. Gregor Gysi hat sich im Bundestag zu aktuellen politischen Fragen geäußert. In seiner Rede wird deutlich, dass Die Linke als einzige Partei  einen militärischen Einsatz gegen Terrorismus in Afghanistan sowie auch 1998 im Kosovo verurteilt hatte. Gysi bekräftigte diese mit folgedem Zitat:

„Krieg ist die Höchstform von Terror. Und mit der Höchstform von Terror kann man niemals Terror wirksam bekämpfen. Das beweisen Afghanistan und der Irak”

Die zehn-minütige Rede des Parteivorsitzenden vom 24.05.2007 ist auch nach zweieinhalb Jahren 2009 noch hoch aktuell und brisant. Ist die G8(G20) eine legitimierte Institution? Darf die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundestages bzw. Bundesrates Truppen nach Afghanistan entsenden? Kann unsere „Demokratie” mit Waffen am Kaukasus verteidigt werden?

Gregor Gysi fand vor gut zwei Jahren schon die treffende Worte im Bundestag (ab der Minute 7.00 über Themen wie Afghanistan, Terror, Krieg, etc.):

Vom Bett in den Bundestag: Die FDP

Haben die Schlafzimmergewohnheiten der Liberalen Einfluss auf den Ausgang der Wahl 2009? Ganz nach dem Motto: Vom Bett in den Bundestag

Das politische Magazin Cicero hat ein Umfrage gestartet, wie oft die jeweiligen Parteianhänger pro Woche dem Liebesspiel nachgehen. Gewonnen hat die zur Zeit aufstrebende FPD (2,1 mal pro Woche), abgeschlagen wie auch in den Umfragen sind die Sozialdemokraten mit 1,5 Sex pro Woche.  Wie oft die anderen Parteianhänger dem Liebesspiel nachgehen und wie treu sie sind, finden Sie hier.

Fraglich ist nun, ob  das ausgeprägte Sexleben der Liberalen ein Indiz für den Aufschwung der Partei ist?

Wohin lenkt Merkel die CDU/CSU?

Bundeskanzlerin Merkel am 30. April 2008 (Photo von Aleph)

Seit geraumer Zeit ist die SPD nach Umfragen im Keller;  neben den Sozialdemokraten befindet sich nun die zweite Volkspartei  der Bundesrepublik Deutschland, die CDU/CSU im Abwärtstrend der Wähler. Einige Institute sehen sogar die CDU/CSU nur noch 5 Prozent Punkte von der SPD entfernt. Die kleineren Parteien hingegen, insbesondere die FDP und Die Linke konnten bei den Wählerinnen und Wählern hinzugewinnen.

Über die Ursachen für die gegenwärtige schleichende Abwärtstendenz der CDU/CSU  und die damit verbundenen schlechtesten Umfragewerte seit der Kohl-Spendenaffäre, verfasste Wolfram Weimer, Chefredakteur des Magazins Cicero, eine Kommentar mit dem Titel: Merkel allein zu Hause.

Die Kanzelrin nahm zu den jüngsten Vorwürfen im Interview mit der Bild Zeitung Stellung und festigte ihren Anspruch als Kanzlerin und Parteichefin: „Ich gehe bei dem, was ich tue, von meinen Grundüberzeugungen und meiner Verantwortung für das Ganze aus.” Ferner resümierte die Kanzlerin über die gegenwärtige kritische finanzielle Situation:
„In diesem Jahr feiern wir 60 Jahre Bundesrepublik und 20 Jahre Mauerfall. In dieser Zeit haben wir dank unserer sozialen Marktwirtschaft den Wiederaufbau nach dem Krieg geschafft und die deutsche Einheit nach 1989 bewältigt. Wenn wir in diesem Bewusstsein, was unser Land leisten kann, anpacken, werden wir nach der Krise stärker sein als vorher.”