Die Welle schlägt sich hoch! Nun auch in den akademischen Kreisen. In der ZEIT vom 26.08.2010 wurde ein Interview mit Thilo Sarrazin veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit sind auf ZEIT-Online über 1100 Kommentare eingegangen. Die Kommentarfunktion wurde gestoppt, da die Redaktion von ZEIT-Online die Meinung vertritt, dass genügend Meinungen publik gemacht worden sind. Über 66% der Kommentare sympathisieren mit Sarrazin. Hier gibt es einige kurze Auszüge aus dem Interview:
ZEIT: Wir sind ja einig: Es gibt Defizite hinsichtlich der Bildung der türkischen Minderheit in Deutschland. Wir sind aber nicht der Meinung, dass das irgendetwas mit Genen zu tun hat. Alles andere ist änderbar. Folglich müssen sich die Türken in Deutschland und die Deutschen gemeinsam vornehmen, dass sich etwas ändert. Wenn das Ihre Auffassung ist, haben wir vollkommen sinnlos gestritten. Ist das Ihre Auffassung?
Sarrazin: Meine Auffassung ist: Für die Migranten, die hier sind, müssen wir das Äußerste tun, um sie zu integrieren. Und Integration läuft über die Bildung. Dass wir vielleicht Unterschiede bei den Ursachen sehen und unterschiedlichen Erfolg prognostizieren, sei dahingestellt.
ZEIT: Einverstanden! Warum wird dann Deutschland dümmer, wenn wir gemeinsam dafür kämpfen, dass sich das ändert?
Sarrazin: Deutschland wird völlig unabhängig von der Migration deshalb durchschnittlich dümmer, weil die Geburtenverteilung in unserem Land schief ist. Intelligenz und Schichtzugehörigkeit korrelieren stark positiv.
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ZEIT: Der Geburtenanteil beispielsweise von türkischstämmigen Frauen sinkt nicht nur in Deutschland, sondern schon im Herkunftsland.
Sarrazin: In der Türkei gibt es gegenwärtig bei 78 Millionen Einwohnern 1,4 Millionen Geburten, in Deutschland bei 81 Millionen Einwohnern 650.000 Geburten. Die Türken in Deutschland bekommen doppelt so viele Kinder, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Im Übrigen geht es keineswegs nur um die Türken, es geht um die muslimische Zuwanderung insgesamt. Sie haben völlig zu Recht gesagt, es komme nicht in erster Linie auf die Intelligenz an, sondern darauf, was jemand kann und was er tut. Wenn ich jetzt sehe, dass die muslimischen Migranten im Bildungserfolg nachhaltig und dauerhaft hinter dem Rest der Bevölkerung zurückhängen, und dann in Ihrer Zeitung lese, welche Probleme französische Vorstädte mit muslimischen Migranten haben…
ZEIT: Das sind geborene Franzosen.
Sarrazin: Umso schlimmer! Ich habe in meinem Buch Walter Laqueur zitiert, der geschrieben hat: Frankreich hatte mehrere Einwanderungswellen von Juden, Polen, Vietnamesen und so weiter, keine davon führte zu Integrationsproblemen. Die Integrationsprobleme liegen ausschließlich bei den muslimischen Migranten. Überall in Europa gibt es analoge Integrationsprobleme mit muslimischen Migranten. Die These meines Buches ist: Dies liegt offenbar am islamisch-kulturellen Hintergrund. Ich kenne keine andere Erklärung.
ZEIT: Sie nennen diese Frauen »Importbräute« und »Kopftuchmädchen«. Wo ist da bei Ihnen Respekt, den Sie diesen Männern absprechen?
Sarrazin: Den Menschen erweise ich stets Respekt, einer rückwärtsgewandten Unterdrückungskultur allerdings nicht. Das zwölfjährige Mädchen, das von seiner Familie unters Kopftuch gesteckt wird, hat doch gar keine Wahl. Es ist Opfer seines kulturellen Hintergrundes. Respekt wird von Moslems immer dann ins Feld geführt, wenn es um Unterordnung geht. Ich möchte, dass sich die bei uns Eingewanderten in unsere Mehrheitskultur integrieren. Der tägliche Terror, der in vielen Schulen mit mehrheitlich muslimischer Schülerschaft gegen die wenigen verbliebenen deutschen Schüler ausgeübt wird, zeigt, was hier im Argen liegt.


