Facebook, das soziale Netzwerk das alles weiß!


Vielleicht lohn sich ein Blick hinter die Kulissen, wer Mark Zuckerberg eigentlich ist, was er während seines Studiums an der Harvard-University so trieb und welche Ambitionen er mit Facebook hat. The Social Network kommt am 7. Oktober 2010 in die Lichtspielhäuser.

Über 500 Millionen Nutzer hat Facebook; das heißt, dass jeder 14. Mensch bei dem amerikanischen Unternehmen registriert ist! Wie auch Google (nach dem Motto: Don´t be evil) hat Facebook, laut Gründer Mark Zuckerberg nichts schlimmes mit dem größten sozialen Netzwerk vor: „Die Informationen, die uns wirklich interessieren, befinden sich doch in unserem Kopf. Wir (Facebook) wollen wissen, was bei den Leuten um uns herum abläuft.” (S. „Hört die Signale!, in: DIE ZEIT, 40/10)

Auf Facebook sind meist Vor- und Zuname, Geschlecht, Geburtsdatum, Religionszugehörigkeit, sexuelle Orientierung, Freunde, Exfreunde, Musikgeschmack, Lieblingsmarken, Reiseziele und jede Menge Trivialitäten der User eingetragen. Schätzungsweise 25 Milliarden (!) Inhalte tauschen die Facebook-Mitglieder pro Monat aus. (S. „Die neue Welt ist nackt“, in: DIE ZEIT, 34/10) Dank personalisierter Werbung machen Zuckerberg und Co. ein Milliarden Geschäft. Zuckerbergs Vermögen ist etwa sieben Milliarden Dollar schwer.

Doch warum gehen wir Digital Natives eigentlich fast alles preis in sozialen Netzwerken?

Ruben Karschnick, 18 Jahre jung und Gewinner des Schülerzeitungswettbewerbs des „Spiegels“ sieht es so: „Wir lieben das Gefühl, in Gesellschaft zu sein, obwohl wir in Wahrheit doch so einsam vor unserem Bildschirmen hocken. Wir empfinden Online und Offline nicht als zwei Welten, sondern leben in beiden gleichzeitig. Wir geben Facebook unsere Daten, Facebook gibt uns das Gefühl von Zugehörigkeit. Um viele Gefahren der digitalen Welt wissen wir. Dass Facebook unsere Daten erkauft und Google alles speichert, was wir je anfragen, ist uns bewusst. Wir leben im Rausch der Informationen. Wir sind von ihnen abhängig und fühlen uns schlecht, wenn wir nicht auf sie zugreifen können. Wir brauchen das ständige Grundrauschen.“ (S. „Echt jetzt?“, in: ZEIT Magazin, 34/10)

Musikalischer Höhepunkt von Hot Chip

Dank einer Freundin von Facebook bin ich einen fetten Beat von der Band Hot Chip gestoßen. Die Jungs aus Londen überzeugen mit ihrem Synthie Pop -Electro-Mix in I Feel Better. Der Remix von Bonnie Prince Billy Club bringt es auf die Palme; er beginnt langsam und steigert sich zum musikalischen Höhepunkt. Hört selbst rein:

PS: Mehr Informationen über die Band gibt es hier.

iPhone + iMac = iNerd

Ein Meister des Kabaretts: Florian Schröders Medienanalyse ist brandaktuell! (Bild www.florianschroeder.com)

Der Kabarettist Florian Schröder brachte es gestern auf dem Punkt und hat mich inspiriert nochmals die wesentlichen Punkte seiner Gesellschaftskritik mit eigener Ergänzung Euch nahe zubringen:
Unerlässlich im 21. Jahrhundert ist es ein Apfelprodukt zuhaben. Denn nur wer im Café mit einem iPhone, iMac rumsitzen und an einer Latte schlürft, gehört zu der Elite von morgen. Auf Nachfrage was denn die Medienmanager da genau immer machen, kommen solche Antworten häufig vor:

- Bin am Twittern. Wichtig Social Media!

- Moment mal, störe mich nicht, wurde gerade auf Facebook angestubst

- Geil, ich habe mehr Freunde als Du auf Facebook!

- Was Du hast kein iPhone? Gehe mir aus der Sonne!

Doch die beste von allen Antworten, ist unangefochten diese:

„Schreibe gerade an einem Drehbuch!”

Wenn dann die hübsche, naive und junge 19-jährige Bedienung nachhackt, ob sie auch im Film darin vorkommt, meint der IMM (irgendwas mit Medien)-Student nur: Klar kann ich für Dich eine Nebenrolle einbauen. Und Kleines, wenn Du willst darfst Du auch jetzt mal mein geliebtes MacBook streicheln.

Meine Lieben wir sind im Zeitalter von brotlosen, lattetrinkenden, irgendetwas-mit Medien studierenden iNerds angekommen! Die mathematische Formel, wie wir unsere zukünftige Gesellschaft konkretisieren können, lautet:

iPhone+iMac = iNerd

Bedauerlicherweise trifft sie  in 99% der Fälle zu.

PS: Das Kabarett am 16.04.2010 im Bockshorn (Kulturspeicher Würzburg) von Florian Schröder war vom Feinsten. Die aktuelle Tour gibt es auf seiner Page.

PPS: Dieser Text wurde auf einem MacBook verfasst. Und seitdem habe ich auch schon 100 Freunde mehr auf Facebook.

Ist Google schon Gott?

Wenn wir das abendländische Bild von Gott betrachten, handelt es sich bei dem Herrscher um ein Wesen, welches de facto hart, egoistisch und weise ist, jedoch auf der anderen Seite seinem Geschöpf, dem Menschen, durch die Sühne den Part Vergebung anbietet.

Ganz anders tritt dar amerikanische Konzern Google auf. Die Gründer Larry Page und Sergey Brin wollte immer schon eine Maschine besser gesagt eine künstliche Intelligenz schaffen, die dem Anwender die alltägliche Last von den Schultern nehmen soll. Ihn jedoch zu entlasten, seine digitalen Vergehen zu vergessen, das will Google nicht. Über 100 Millionen Gigabyte Speicher hat das Unternehmen und sammelt fleißig täglich Daten über uns. Sei es Informationen der Privatsphäre oder irgendwelcher Nonsenss. Google erfasst alles chronologisch, kann jeder IP einen Identität zuordnen und kann mit Facebook, Gmail, Picasa und dem kommenden Google-Handy Nexus One noch mehr über ihre User erfahren. Bald soll zudem ein Gesichtserkennungsprogramm auf den Markt kommen. Sprich Handy raus, jemanden fotographieren und Google nachschauen lassen, um wen es sich hier handelt. Die Privatsphäre scheint durch den US-Riesen gefährdert.

Dieses Sammeln an Informationen, grenzt schon an perversen rücksichtslosen Verhalten. Beispielsweise werden Bücher ohne Erlaubnis der Urheber eben einfach mal digitalisiert. Google erkennt keine privaten Bereich. Es ist überall und nimmt peu a peu immer mehr Einfluss in unseres Leben. Wer z.B. nicht will das Google per Street View die Straßen von Deutschland kategorisiert, dem sind auch die Hände gebunden. Wenn ihn/sie das Google-Auto fotografierst ist man auch im Raster des Giganten.

Ist es überhaupt noch in Zukunft möglich auch außerhalb des Cyperspaces dank der neuen Gesichtserkennung unerkannt zu bleiben?

Eric Schmidt, der Chef von Google, sieht das „Problem”  folgendermaßen:

„Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.”

Klasse, das Google so ein totalitäres Denken öffentlich an den Tag legt. Doch wer soll dem Unternehmen schon gefährden? Die Politiker? Die sind doch auch schon durch den Konzern bestimmt erpressbar. Wo Geld ist ist Macht. Und wo geheime Informationen vorliegen ist noch viel mehr Macht, denn Wissen ist Macht!

Vielleicht sollten wir heute den ersten Schritt wagen, weg von Google, hin zu anderen Anbietern oder gleich raus aus dem Cyperspace?

Zu Thema Google empfehle ich wärmstens die Artikel aus dem SPIEGEL (Nr.2 vom 11.1.2010) auf Seite 58-69 sowie  jene in der ZEIT (Nr.3 vom 13.1.2010) auf den Seiten 1 und 41.

32 und schon Ministerin: Dr. Kristina Köhler

Dr. Kristina Köhler (CDU) hat am 30.11.2009 das Amt von Ursula von der Leyen als Familien-Senioren-Jugend und Frauenministern in dem zweiten merklischen Kabinett übernommen. Die aus Wiesbaden stammende 32-Jährige Politiker hat ähnlich wie der Gesundheitsminister Rösler (FDP) eine deluxe politische Karriere hingelegt.

Zudem hat sie die neuartigen Formen der Politk 2.0 angenommen. Fleißig twittert sie wie Obama und auf Facebook ist sie auch vertreten. Doch ob sie auch kompetent genug für dieses Amt ist, bezweifelt nicht nur die Harald Schmidt Show:

Medien können verschwinden…

Mit dem Krisenjahr 2001/2002 und den damit verbunden Einbrüchen im Printbereich befinden sich die Medienlandschaft im Umbruch. Vor allem die nachwachsende junge Generation wie auch Stammkundschaft bricht den Printmedien weg und konsumiert dagegen den Content frei im Internet.
Die sogenannten Web 2.0 Portale wie Facebook, Studivz und Myspae boomen. Diesen Portalen hat es auch Obama, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten, zu verdanken die ausschlaggebende jungen Wählerstimmen der USA 2008 gewinnen zu könnnen und nicht den renommierten amerikanischen Tageszeitungen.
Viele Journalisten argumentieren aufs heftigste, dass freier Content, wie beispielsweiße auf Wikipedia häufiger nicht den Anforderungen gut recherchierten Informationen entspricht und dass deshalb guter Content seinen Preis besitzt.
Wer aber bezahlt für Content, wenn es auch Content  umsonst im Internet gibt? Wird das Printmedium im 21. Jahrhundert aussterben? Kann überhaupt ein Medium aussterben und durch ein neues ersetzt werden? (das Riepl´sche Gesetz verneint dies)

Im Kress Interview prognostiziert Social Media-Experte Clay Shirky enorme Umbrüche in der Medienlandschaft. Das Interview finden Sie hier.