Zwei Kandidaten – ein Posten offen: Am 24. Februar 2011 wird entweder die Professorin Dr. Goderbauer-Marchner (CSU) oder der Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) Chef/in der BLM.
Seit der Bekanntgabe der Kandidatur Goderbauer-Marchners wurden vor allem aus dem CSU-Umfeld scharfe Kritik an der Kandidatur der Professorin geübt, da schon vorab Schneider von der CSU als Kandidat ins Rennen geschickt wurde. Goderbauer hingegen wurde von den Parteien SPD, Freien Wähler sowie der FPD als potenzielle Nachfolgerin für den jetzigen BLM-Chef Wolfgang-Dieter Ring vorgeschlagen.
Während in den vergangenen Tagen nicht nur parteiintern Goderbauer kritisiert wurde (vlg. CSU-Aufruf der Jungen Union Landshut), griff zudem am 7. Januar 2011 der Verleger der „Landshuter Zeitung” Prof. Dr. Martin Balle mit dem Artikel Andere Qualitäten gefordert Goderbauers Kandidatur scharf an. In dem Kommentar, der mehr einem perfidem Pamphlet ähnelt, wird Goderbauer jede Kompetenz in Bezug auf die BLM-Kandidatur abgeschrieben, denn:
Erstens habe diese, laut Balle, nicht die nötigen Qualitäten für das politische Amt inne (Titel: Andere Qualitäten gefordert)
Zweitens spielt der Untertitel, dass „im Rennen um den Posten des BLM-Präsidenten geeignetem Kandidaten Vorzug geben” den Karten Schneiders zu. Denn so Balle, sei Kandidat Schneider „als fair bekannten und erfahrenen Politiker zuzutrauen, dass er bei Macht- und Verteilungskämpfen seinen Mann buchstäblich steht und nicht Spiele auf eigene Rechnung spielt.”
Drittens ist die Bewerbung Goderbauers, so Balle, der „altgedienten Journalistin problematisch”, da das Amt nur in „zweiter Linie journalistische Kompetenz” verlange. Die Qualifikationen, die Goderbauer mitbringe, so Balle, wie „die Betreuung ausländischer Studentinnen und Studenten als Vorsitzende des “Medien-Campus Bayern” sind zwar äußerst löbliche Verdienste von Frau Professor Goderbauer-Marchner, als Qualifikation für das Präsidentenamt der machtvollen BLM sind sie aber vollkommen ungenügend.” Dabei fügte Balle spöttisch hinzu: „Um ein Bild zu bemühen: Auch der bekannte und erfolgreiche Busfahrer beim FC Bayern wäre überfordert, wenn er plötzlich die Mannschaft für das Champions-League-Finale aufstellen müsste.”
Fazit: Zu hoffen ist, dass die Mitglieder des 47-köpfige Medienrats sich nicht vor der Wahl durch emotionale Kommentare sowie Parteizwänge beeinflussen lassen. Denn das Präsidentenamt der BLM sollte von jenem Kandidaten ausgeübt werden, der dafür besser geeignet ist und die besseren Qualifikationen mitbringt – dies ist nun mal nicht Schneider sondern Goderbauer-Marchner.





Aus der ersten Prognose wurde prognostiziert, dass es ein schwarz-gelbes Bündnis geben könnte, was sich am 27.09.2009 dann auch bestätigte. Die FDP schafft mit fast 15% ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl, hingegen muss die CDU/CSU im Vergleich zu 2005 nur einige Stimmen einbüßen, bleibt aber bundesweit stärkste Kraft. Der Aufwärtstrend der kleinen Parteien der Grünen und der Linken bestätigte sich vorab auch schon bei der Prognose. Zudem kommen die Sonstigen auf beachtliche 6%.
