Jüdisches Sprichwort: Der Besuch

Jüdische Sprichwörter werden oft unbewusst ihrer Herkunft im Deutschen benutzt.
Dr . Artur Landsberger hat als erster  in dem Werk Jüdische Sprichwörter (erschienen im Ernst Rowohlt Verlag, 1912 in Leipzig) eine ganze Reihe von jüdischen Zitaten über Familie, Glück, Unglück, Weisheit, Juden, Religion, Gott, Tod und Leben, Lebensregeln und Redensarten zusammengetragen. Einige ausgewählte Sprichwörte werden Sie in Zukunft in der Rubrik Jüdische Sprichwörter auf dem Blog stonesand finden. Das erste Sprichwort handelt über den Besuch:

Der Besuch des Freundes gleicht dem Regen, um den man bittet, wenn er ausbleibt,
um den man hinwegwünscht, wenn er zu lange anhält.


I still haven ́t found what I am looking for

Es besteht keine Frage, dass die irische Band U2 viele gute Songs komponiert hat. Neben Beautiful Day oder With or Without You gehört auch I still haven´t found what I am looking for zu den ganz großen Werken. Die Founding Fathers hatten in der Unabhängigkeitserklärung der USA richtig erkannten, dass jeder das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück haben sollte. Doch vor allem das Streben nach Glück ist nicht immer einfach umzusetzen. Wie schwierig es machmal ist, genau das zu finden, was einen vielleicht glücklich machen könnten, darüber geht es de facto in I still haven´t found what I am looking for. Video ab mit den deutschen Lyrics:

Ich bin auf die höchsten Berge geklettert, bin über die Felder gerannt, nur um bei dir zu sein. Ich bin gerannt, gekrochen, hab alle Mauern der Stadt überwunden, nur um bei dir zu sein. Aber ich hab noch immer nicht gefunden, wonach ich suche…

Ich hab’ honigsüße Lippen geküsst, hab die heilende Wirkung ihrer Fingerspitzen gespürt, Es hat gebrannt wie Feuer, diese brennende Begierde Ich hab mit Engelszungen gesprochen, hab die Hand eines Teufels gehalten, Es war warm in der Nacht, aber ich war kalt wie ein Stein Und ich hab noch immer nicht gefunden, wonach ich suche…

Ich glaube daran, dass das Königreich kommen wird, dann werden sich alle Farben zu einer vermischen. Nun ja, ich laufe immer noch Du hast diese Bande gebrochen und die Ketten gelöst, hast das Kreuz getragen, das Kreuz meiner Schande. Du weißt, ich habe daran geglaubt. Aber ich habe noch immer nicht gefunden, wonach ich suche…

Zitat für den Monat Januar – Das Glück erzwingen

Meine lieben Blogleser! Alles Liebe und Gute für das Neue Jahr.

Für den Monat Januar habe ich ein Zitat diesmal aus dem ZEIT Magazin ausgewählt, weil ich denke dass es für die guten Vorsätze für das neue Jahr passen könnte. Es stammt von Claus Wisser, der während des Studiums eine Putzfirma gegründet hat, sich hoch gearbeitet hat, und heute Millionär ist. Auf die Frage, wie man erfolgreich im Leben ist, formulierte der ehemalige BWL-Student und heutige Chef über 23.000 Mitarbeiter folgendes:

Entscheidend ist, das man etwas aus seinem Schicksal macht. Das ist wie bei einem Bahnhof. Es fahren ständig Züge rein und raus, ob du einsteigst, liegt bei dir. Und mancher erkennt eben nicht, dass dort der Zug zum Glück steht und er besser einsteigen sollte.

Whatever works – Funktioniert!

Woody Allen hat es wieder einmal geschafft. In seiner neuen Komödie „Whatever works” spielt Larry David, als alter introvertierter hinkender Physiker, an der Seite der bezaubernden Evan Rachel Wood, komisch aber witzig einen überzeugenden Part.

In dem 92-minütigen Streifen geht es mehr als nur um Liebe, Sex, Selbstfindung, Gott oder eine Partie Schach. Am Ende finden alle Charaktere zum Glück, auf die unterschiedlichste Art und Weise. Bei „Whatever Works” wird jedem Kinobesucher bewusst, dass ein Film mit guten Drehbuch von dem Inhalt der Story lebt, und somit der Inhalt den Film erst zu einem Film macht. (Bei „2012″ beispielsweise wurde leider der Zuschauer mit VFX überhäuft, wo war aber das Drehbuch?)

Wer also noch nicht den Film „Whatever Works” gesehen hat, sollte schleunigst ins Kino. Trailer ab:

Die Gossip Glosse: Im ICE Bordrestaurant

Die neue Kategorie auf stonesand heißt Gossip Glossen. Dort gibt es Texte die nur eine Aufgabe haben: Den Leser zu amüsieren; hochwertigen Inhalt hierbei zu finden ist in dieser Kategorie fraglich.

Die circa 1500 Wörter große Reportage wurde im November 2009 in einem ICE verfasst und ist spielt im Bordrestaurant. Figuren, Fakten und Handlung sind frei erfunden. Dennoch war stonesand vor Ort, und somit hat die Geschichte vielleicht doch etwas Wahrheit in sich.

stonesand gossip geschichten

Ich nippe an meinem zweiten Bier. Mein Mp3 Player dudelt irgendeine komische SWR3 Musik. Die Landschaf zieht an mir vorbei, Strommast, Windrad und nichts als weite grüne Fläche. Stark, neuer Song ist angesprungen: Just a little bit by Whitney Housten. Da singt unsere schwarze Freundin für ein bisschen Respekt, when You get home Mister! That´s right. Und im Umkehrschluss gibt es dann einen dicken Kuss für den Mann?!

Das Bier zischt gut rein! Und Whitney singt, give it to me when you get home. just a little bit. Klar doch, die will doch richtig rangenommen werden. Es gibt doch kaum Frauen die nur kaum rangenommen werden wollen, genauso wie ich eigentlich keine Männer kenne, die ein leblose Partnerin sich im Bett wünschen: Für beide muss es abgehen!

Muss mal den Song wechseln, da ich einen ziemlichen musikalischen Mist ist auf meinem iPod habe. Schon besser. House. Wobei eins weiter! Geile Sache. Mix von meinem Kumpel aus Freiburg, Benedikt Weigmann, zu Prince-Kiss. Guter Beat, schöne Klavierzüge, und ne sexy Stimme der Sängerin, kann man lassen.

Back zum ICE-Speisewagen. Seit Wolfsburg hänge ich nun im ICE. Leider sind es über 5 Stunden nach München. Irgendetwas müsste ich ich eigentlich effektiv machen, könnte auch an meinem nächsten Artikel arbeiten, habe mich aber entschlossen dies nicht zu tun. Gibt es nichts schöneres als mit einem Bier im Speisewagens des ICEs durch Deutschland zu brummen?

Überragend, neuer Song ist angesprungen. Gott wie heißt der denn nochmals? Glaube der ist von Badly drawn Boy. Geht auf jeden Fall gut ab. Mein Bier ist gleich leer. Soll ich ein neues bestellen? Der Ober ist ein guter Mann. Sprich ein astreines Deutsch mit Akzent. Sympathischer Typ, der mein Bier verdammt schnell zapft. Gegenüber haben sich gerade Vater und Sohn hingesetzt. Diese begutachten gerade die Speisekarte. Wäre ich der Vater würde mein Sohn jetzt erstmal mit mir ein Bier trinken. Egal ob der noch unter 16 ist, Hauptsache der ist ruhig und gesellt sich zu mir. Der Junior inspiziert gerade die Karte.

Vater: „Was nimmst Du?”

Sohn: „Woher soll ich denn das wissen?”

Vater: „Ich nehme die Nudeln und ein Helles.”

Sohn: „Die sind doch keine Bayern hier vom Zugpersonal. Die Ossis haben doch keine Ahnung was ein Helles ist.”

Vater: „Mhm, dann eben ein Weißbier.”

Sohn schweigt.

—der überragende Ober kommt und nimmt die Bestellung auf—-

Die beiden schweigen sich an.

Was nimmt jetzt eigentlich der Sohn?Auch egal ich stecke mir wieder die Stöpsel in die Ohren und konzentriere mich meine Finger. Bier ist eigentlich leer. Eins ginge noch! Aber dann muss ich dauernd auf Toilette. Auch nicht gut.  Nun läuft Up side Down- Oh Boy you turn me ….ohh, ya, yesss! So ein Bullshit. Die ganze Amigesellschaft ist sowieso sehr schwierig zu begreifen. Einerseits gibt es da einige coole Socken, wie Dr. House(also der Schauspieler), Bill Clinton oder David Letterman. Jedoch auch viel zu viele Backpfeifen, wie die ganzen Stipendiaten, die aufgrund super Basketball-Skills in Harward oder Cambridge reinkommen. Ich bewerbe mich dann auch zum nächsten Wintersemester in München mit einem Fussballschuh an der TU.

Hhmm heißer Po ist gerade an mir vorbeigelaufen. Viel zu jung, tippe ich, aber hallo!

Mein Ober kassiert neben mir ab. Vater und Sohn sind immer noch mittellos, äh ich meine ohne Getränke sowie Essen.

Neben mir wird gepackt. Ober Iwan, so habe ich ihn eben getauft, bringt das Gesteck am Nachbartisch. Geht gleich los mit der Völlerei.

Postal Service läuft auf meinen Ohr. Guter relaxte Mukke und kein Main-Stream-Scheiss wie Robbie Williams. Wobei der tut mir eigentlich schon sehr leid. Hat graue Haare und hängt auf der Bühne rum. Seine jungen Jahre war er nur mit Drogen und sich selbst beschäftigt. Der hätte mal lieber so einen Beitrag wie diesen verfassen sollen.

Gott ich muß mal für kleine Jungs. Das Bier! Doch davor noch Bestandsaufnahme. Vater und Sohn sind am völlern. Natürlich geht das alles zivilisiert zu. Dies schätze ich immer am ICE-Boardrestaurant. Hier geht es ruhig und gelassen zu. Kein zu lautes Wort. Fast schon wie bei einem Staatsbesuch. Okay meine Lieben, ich muss mal kurz vor einige Minuten unterbrechen.

Bin zurück auf meinem Platz. Iwan kassiert gerade ab. Habe schnell auch noch die Rechnung bestellt.

Gone till November läuft gerade. Iwan hat mir gerade die Rechnung von über zwei Bier und der Chilli con carne gebracht. Stolze 15,40. Habe ihm 1,10 Euro Trinkgeld gegeben. Schau gerade auf die Rechnung. Der liebe Iwan heisst gar nicht Iwan, sondern mit Vornamen Hasan.

Das Boardrestaurant ist fast leer. Hinter mir sitzt eine alleingelassene Dame die Sudoku spielt. Schräg vorne sitzten an zwei Tischen zwei Herren. Der eine guckt versunken in die Landschaft, der andere, so scheint es ist mit Weintrinken und Kreuzworträtzel beschäftigt.

Irgendwie stinkt es hier gerade, nach Kuhmist. Wo sind wir denn gerade? Ah Gunzenhausen. Ob das alles erklärt?

Eigentlich wollte ich jetzt mich auf meinen Platz begeben und Blaue Engel mit Marlene Diettrich mir reinziehen. Fuck it. Ich bin zu faul!

Gerade gab es eine Durchsage. Jemand hat vor Donauwörth versucht den Zug zu stoppen. Personenschaden. Wir werden umgeleitet über Ingolstadt. Schaffen wir es noch vor 17.00 Uhr nach München? Ist es eigentlich fair, dass sich die Leute immer wieder vor den Zug werfen müssen? Es gibt doch hohe Bäume, Brücken oder die bessere Lösung den Psychologen. Jedes Mal müssen die Reisenden auf ihre Züge warten, da es solche wagemutigen gibt. Verständlich, wenn jemand ein wirklich schlimmes Leben hat, dies  zu enden ist legitim, aber bitte nicht auf meiner ICE-Strecke.

Silent Sigh läuft gerade. Ein trauriger Song. Diesem wittwen wir am besten dem Zugopfer. Ich hoffe mal es war kein junger Mensch, nehme aber stark an, dass es sich bei dem Personenschaden um einen jungen Menschen gehandelt haben muss. Wahrscheinlich ein Problem unsere heutigen Gesellschaft. Die fordert nur Leistung, Leistung und nochmals Leistung. Zudem kommt es erschwerend hinzu, dass flexible Anpassungsfähigkeit gefordert wird: Auslandssemester, mindestens drei Sprachen, und alles nach dem Motto: first Job-then Familiy.

Die Sonne kommt nochmals kurz durch. Sie schimmert über Mittelfranken. Auch über dem Toten auf den Gleisen? Kommt sie/er nun in den Himmel oder die Hölle? Gibt es in der Nachwelt auch Züge? Hoffentlich. Ich raste aus, wenn es im Himmel keinen Fussball geben sollte. Zudem will ich Zugfahren, Bier trinken, Steak essen und Sex haben. Vielleicht gibt es auch dort oben ein himmlisches Gefühl, was dann der himmlische Orgasmus ist?
Gut, da sind wir alle unwissend. Eines Tages werde wir wieder alle zu Staub und werden dann selber herausfinden, ob der Jude, der Christ oder der Moslem recht hatten, oder wird am Ende die Buddhisten durchstarten?

Wir sind gerade in Treuchtlingen gelandet. Schaut sehr düster hier aus. Die übergebliebenen im Bordrestaurant rasten gleich aus. Der Zug schafft es nicht wie geplant nach Augsburg um 17.00 Uhr. Dank des Zugbremsers. Tja, habe heute mal Glück gehabt. Nach München werden wir es bis 17:00 Uhr schaffen.

Mein Gegenüber hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht: „Macht doch viel mehr Sinn jetzt bis München durchzuheißen, und dann wieder mit dem ICE nach Augsburg zurück zu fahren! Sind ja nur 30 Minuten.” Darauf hin gibt es einen Tumult vorne beim Schaffner. Mindestens neun Personen beschweren sich gleichzeitig. Das Restaurant ist somit wie ausgefegt. Warum setzt ihr euch nicht einfach hin und genießt noch ein Bier?

Die Dame in rot kommt zurück. Anscheinend leicht aufgebracht. Vorne beim Schaffner geht es weiter mit der Debatte.

Geiler neuer Song läuft auf meinem kleinen Tragbaren. Keine Ahnung wie er heißt, bestimmt ist er aus England. Purer Punk!

Hasan ist gerade mit der Rechnung zur Dame in rot. Bei ihr gab es einen Cappuccino. Bild hätte jetzt noch angefügt wie viel er denn gekostet hat.

Wir haben einen neuen Gast im Restaurant. dieser steht unschlüssig vor den Tischen und inspiziert die Karte. Wir er sich noch setzten? Nun checkt er die 1. Klasse aus, kommt zurück und schaut erneut auf die Karte, ladscht bei mir vorbei und dackelt durch das Restaurant. Unfassbar, nach dem Auftritt begibt er sich zurück zum Tumult.

Ich frage mal den Ausburger Herr nach, wie es um seine Ankunftzeit steht.

Ich: “Entschuldigen Sie. Wann kommen Sie nun an?”

Herr: „Viertel vor fünf nehmen wir dann den RE nach Augsburg. Also keine Ahnung wann genau wir in Augsburg sind.” Er zieht den Wein in einem Schluck weg mit dem Kommentar: „Ach, ja ja” und vertieft sich in seine Zeitungslektüre.

Vier Uhr. Noch eine Stunde bis nach München. Mir schmerzt der Rücken, ich habe Durst und Hunger zugleich. Das Chilli con carne war schon lecker, aber ein eher übersichtlicheres Mittagessen.

Jetzt reicht es. Ich gehe auf meinen Platz, öffne die Datei „Der blaue Engel” und drücke auf die Play-Taste: Film ab.

Zitat für den Monat August

Für den August 2009 finden Sie diesmal unter der Rubrik Zitate von stonesand eine Lebensweisheit von Johann Wolfgang von Goethe.

Goethe erklärt dem Leser seine Ansicht, inwieweit ein Mensch mit Mitmenschen, der Vergangenheit und der Zukunft umgehen sollte und stellt dazu fünf nützliche Thesen auf:

zitate

Lebensregel

 

Willst du dir ein hübsch Leben zimmern,
Mußt dich ums Vergange nicht kümmern,

Das Wenigste muß dich verdrießen;
Mußt stets die Gegenwart genießen,
Besonders keinen Menschen hassen
Und die Zukunft Gott überlassen.

Die Sache mit dem Glück

Alle Menschen sind gleich geschaffen; jeder hat ein Anspruch auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.
Diese drei Grundsätze der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1766 sind heute bei uns im demokratischen Denken tief verankert worden; jedoch habe ich oft den Eindruckt dass sich das Individuum in unserer Gesellschaft mehr um das Streben nach Glück  bemüht, als um alles andere.-
Es stellt sich die Frage inwieweit wares Glück definiert werden kann? Wo findet man Glück? Was ist Glück?
Diesbezüglich möchte ich den zweiten Buchtipp veröffentlichen; es handelt sich um den Bestseller von Monsieur Lelord: „Hector Reise: oder die Suche nach dem Glück”

Vorweg schon eimal eine Lektion: „Es ist irrtümlich zu glauben Glück wäre das Ziel!”