Zu Guttenberg: Die größte Dummheit meines Lebens

In der Zeit vom 24.11.11 steht zu Guttenberg den Fragen von di Lorenzo Antwort

Die Zeit druckte am 24. November 2011 aus dem erscheinenden Gesprächsband “Vorerst gescheitert” von Karl-Theodor zu Guttenberg und Giovanna di Lorenzo einen ersten Auszug ab. Auf den vier Seiten befragt Lorenzo Guttenberg insbesondere über die Verfassung der Doktorarbeit und den anschließenden politischen Skandal. Guttenberg beteuert, dass er nicht vorsätzlich habe täuschen wollen und kreidet das Verschulden seinem eigenen ungenügenden Time-Management, Hochmut und Stolz an, die Arbeit neben dem politischen Amt stemmen zu können: Die sorgfältige Detailarbeit, gerade das korrekte Einarbeiten und Zitieren fremder Quellen, ist wiederholt unterblieben. Diese Arbeiten hätten niemals unter Zeitdruck stattfinden dürfen.“ Weiter versichert er, dass es nicht mit der Arbeit täuschen wollte: „Wenn ich geschickt hätte täuschen wollen, hätte ich es vermeiden, Textstellen so plump und so töricht in diese Arbeit zu übernehmen, dass sie sich für jeden betroffenen Autor sofort erschließe, der dann zum Beispiel einen Vergleich mit seinem Werk vornimmt, das im Literaturverzeichnis sogar benannt ist. Wer die ersten Zeilen seiner Einleitung komplett aus einem Zeitungsartikel abschreibt, dann aber gleichzeitig so doof ist, die Autorin (Barbara Zehnpfennig Anm.d.A.) dieses Textes im Literaturverzeichnis zu benennen, der handelt nicht absichtlich, sondern aus Überforderung und weil er den Überblick verloren hat!“

Guttenberg beteuert: „Ich habe mit dem Abfassen dieser Doktorarbeit die (…) denkbar größte Dummheit meines Lebens begangen. Das bedauere und bereue ich von Herzen.“

Gegenüber den oben genannten Aussagen steht die Fakten des GuttenPlag Wiki. Dieser besagt, dass in der Dissertation von Guttenberg 1218 Plagiatsfragmente in über 135 Quellen gefunden worden sind. Nichtsdestotrotz bleibt Guttenberg bei seiner Aussage, dass nicht vorsätzlich abgeschrieben habe, sondern „das fatale Ergebnis einer chaotischen und ungeordneten Arbeitsweise“ anzukreiden sei.

Guttenberg hat sich mit der Verfassung der Dissertation sichtlich übernommen, denn Familie und Beruf standen zudem auf der täglichen Agenda. Guttenberg steht in den Auszügen von „Vorerst gescheitert“ klar und deutlich seine Fehler ein: Chaotische Arbeitsbedinungen, schlechtes Timemanagement und Hochmut. Jedoch verweist er klar den Vorwurf von sich absichtlich getäuscht haben zu wollen. Das dies für viele unglaubwürdig erscheint, sieht er selbst ein: „Mit der Erklärung, die ich abgegeben habe und die für viele holprig klingen mag, mache ich es mir sicherlich schwer.“

Da das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen Guttenberg wegen nur marginalen Verstößen eingestellt worden ist, hat Guttenberg zunächst keine weiteren rechtliche Konsequenzen zu befürchten. Politisch hält sich zu Guttenberg, wie er auch durch den treffenden Titel seines Gesprächsbandes „Vorerst gescheitert“ alle Türen offen. Vielleicht wird er schon wieder 2012/2013 die politische Bühne in Berlin mitbestimmen. Die Veröffentlichung seines Buches Ende November 2011 ist taktisch klug gewählt: Mit Weihnachten steht das Fest des Friedens und der Versöhnung vor der Türe. 

Journalisten und Politiker gegen Sarrazin!

Zunächst für alle, die am 02.September 2010 Illner auf ZDF verpasst haben, hier nochmals die Kernsätze der Talk-Gäste, zusammengetragen aus dem Artikel von Welt-Online.

„Thilo Sarrazin ist ein ängstlicher Mensch, der gar nicht das Zeug zum Demagogen hat.” (Bernd Ulrich, DIE ZEIT)

„Sarrazins Fehler sind seine Kategorien. Die Stammeskultur liegt in der Steinzeit.” (Cem Özdemir, Bündnis90/Die Grünen)

„In 100 Jahren sprechen in Deutschland in der akademischen Welt alle Englisch. Und auf der Straße sprechen alle Türkisch.”(Henryk Broder, Publizist aus der Schweiz)

„Wenn jemand so heftig angegriffen wird wie Sarrazin, dann muss er etwas Richtiges gesagt haben.” (Roger Köppel, Die Weltwoche)

„Was ich nicht verstehen kann: Wenn alle Zahlen Sarrazins falsch sind, wie kann man dann immer noch sagen, er hat doch recht!” (Naika Foroutan, Politologin)

Fazit zur bisherigen Debatte: Bei aller Liebe für Journalisten und Politiker: Leider hat es auch Maybrit Illner verpasst, die Debatte um die wichtige Frage der Integration zu spinnen. Es wird nicht abgestritten, dass Sarrazin beim Lesen von Statistiken Fehler unterlaufen sind, doch meines Erachtens will er mit dem Buch „Deutschland schafft sich ab” Akzente setzen und eine bislang von der Politik ignorierten Debatte, nämlich die Integrationspolitik, anstoßen.

Es war zu erwarten, dass Journalisten und Politiker sich auf zwei bis drei kritische Aussagen und Sätze im Buch/Interview von Sarrazin beschränken. Denn somit können sie gemeinsam auf dem ehemaligen Banker herumhacken. Nur wenige haben den Mut, wie Sarrazin, öffentlich ein Tabuthema wie Integration anzusprechen.
Die Politiker und Journalisten verschleiern schon seit Jahrzehnte gravierende Problem in der Integrationspolitik. Die Gatekeeperfunktion der Journalisten klappt hier hervorragend. Es herrscht eine gute Absprache zwischen Politik und Medien.
Dass die Mehrheit des Volk sich eine ausgewogene Debatte um die Integration von ausländischen Bürgern wünscht, ist ihnen bewusst aber egal. (Siehe Kommentare von tausenden auf Foren wie z.B. in Facebook, Amazon, Bild oder ARD).
Dabei findet der Leser auf den Foren zu 99% keine rechtsangehauchte Debatte, wie z.B. Journalist Plasberg versucht hat in „Hart aber Fair vom 01.09-2010″ mit rhetorischen Fragen Sarrazin und den Kommentaren auf ARD zu unterstellen.

Von unserer politischen Führung von Gysi bis Merkel sollten alle  Artikel 5 GG aufschlagen und ihn langsam durchlesen. Im werfen des ersten Steines auf Sarrazin war man ja schon schnell genug!
Und was bitte macht die IV. Gewalt im Staat? Kontrollieren? Überprüfen? Sie schwimmt mit der Legislativen in einem Boot! Und nur wenige der (deutschen!) Journalisten trauen sich öffentlich für Sarrzin Symphatien zu vergeben. Nach vielleicht drei Weingläsern im Wirtshaus würde sich die Mehrheit schon anders äußern: In vino veritas…

Über 66% der ZEIT-Leser stimmen Sarrazin zu

Die Welle schlägt sich hoch! Nun auch in den akademischen Kreisen. In der ZEIT vom 26.08.2010 wurde ein Interview mit Thilo Sarrazin veröffentlicht. Innerhalb kürzester Zeit sind auf ZEIT-Online über 1100 Kommentare eingegangen. Die Kommentarfunktion wurde gestoppt, da die Redaktion von ZEIT-Online die Meinung vertritt, dass genügend Meinungen publik gemacht worden sind. Über 66% der Kommentare sympathisieren mit Sarrazin. Hier gibt es einige kurze Auszüge aus dem Interview:

ZEIT: Wir sind ja einig: Es gibt Defizite hinsichtlich der Bildung der türkischen Minderheit in Deutschland. Wir sind aber nicht der Meinung, dass das irgendetwas mit Genen zu tun hat. Alles andere ist änderbar. Folglich müssen sich die Türken in Deutschland und die Deutschen gemeinsam vornehmen, dass sich etwas ändert. Wenn das Ihre Auffassung ist, haben wir vollkommen sinnlos gestritten. Ist das Ihre Auffassung?

Sarrazin: Meine Auffassung ist: Für die Migranten, die hier sind, müssen wir das Äußerste tun, um sie zu integrieren. Und Integration läuft über die Bildung. Dass wir vielleicht Unterschiede bei den Ursachen sehen und unterschiedlichen Erfolg prognostizieren, sei dahingestellt.

ZEIT: Einverstanden! Warum wird dann Deutschland dümmer, wenn wir gemeinsam dafür kämpfen, dass sich das ändert?

Sarrazin: Deutschland wird völlig unabhängig von der Migration deshalb durchschnittlich dümmer, weil die Geburtenverteilung in unserem Land schief ist. Intelligenz und Schichtzugehörigkeit korrelieren stark positiv.

[...]

ZEIT: Der Geburtenanteil beispielsweise von türkischstämmigen Frauen sinkt nicht nur in Deutschland, sondern schon im Herkunftsland.

Sarrazin: In der Türkei gibt es gegenwärtig bei 78 Millionen Einwohnern 1,4 Millionen Geburten, in Deutschland bei 81 Millionen Einwohnern 650.000 Geburten. Die Türken in Deutschland bekommen doppelt so viele Kinder, wie es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Im Übrigen geht es keineswegs nur um die Türken, es geht um die muslimische Zuwanderung insgesamt. Sie haben völlig zu Recht gesagt, es komme nicht in erster Linie auf die Intelligenz an, sondern darauf, was jemand kann und was er tut. Wenn ich jetzt sehe, dass die muslimischen Migranten im Bildungserfolg nachhaltig und dauerhaft hinter dem Rest der Bevölkerung zurückhängen, und dann in Ihrer Zeitung lese, welche Probleme französische Vorstädte mit muslimischen Migranten haben…

ZEIT: Das sind geborene Franzosen.

Sarrazin: Umso schlimmer! Ich habe in meinem Buch Walter Laqueur zitiert, der geschrieben hat: Frankreich hatte mehrere Einwanderungswellen von Juden, Polen, Vietnamesen und so weiter, keine davon führte zu Integrationsproblemen. Die Integrationsprobleme liegen ausschließlich bei den muslimischen Migranten. Überall in Europa gibt es analoge Integrationsprobleme mit muslimischen Migranten. Die These meines Buches ist: Dies liegt offenbar am islamisch-kulturellen Hintergrund. Ich kenne keine andere Erklärung.

ZEIT: Sie nennen diese Frauen »Importbräute« und »Kopftuchmädchen«. Wo ist da bei Ihnen Respekt, den Sie diesen Männern absprechen?

Sarrazin: Den Menschen erweise ich stets Respekt, einer rückwärtsgewandten Unterdrückungskultur allerdings nicht. Das zwölfjährige Mädchen, das von seiner Familie unters Kopftuch gesteckt wird, hat doch gar keine Wahl. Es ist Opfer seines kulturellen Hintergrundes. Respekt wird von Moslems immer dann ins Feld geführt, wenn es um Unterordnung geht. Ich möchte, dass sich die bei uns Eingewanderten in unsere Mehrheitskultur integrieren. Der tägliche Terror, der in vielen Schulen mit mehrheitlich muslimischer Schülerschaft gegen die wenigen verbliebenen deutschen Schüler ausgeübt wird, zeigt, was hier im Argen liegt.

Das komplette Interview der ZEIT finden Sie hier.

Hart aber fair: 84% der Zuschauer für Sarrazin!

In der Sendung „Hart aber fair” vom 01.09.2010 war so einiges los. Der Autor Thilo Sarrazin selbst, der Publizist und Moderator Michel Friedmann, die WDR-Moderatorin Asli Sevindim, Historiker und Politikwissenschaftler Prof. Arnulf Baring und Rudolf Dressler, SPD Mitglied und Ex-Botschafter in Israel, diskutierten anderthalb Stunden über das neue Buch: Deutschland schafft sich ab. Einige Anmerkungen zur Sendungen hier:

1. Oftmals drehte sich die Debatte um die These der vererbaren Intelligenz. Plasberg ließ keine Zitate der Gäste zu, zitierte aber die ganze Zeit selbst.

2. Der Moderator vergaß am Ende mitzuteilen , dass über 84% der Zuschauer mit Sarrazin übereinstimmen. Er sprach nur von einer Mehrheit und wollte den Prozentsatz der rechtsradikalen Kommentare wissen. (5%)

3. Wer nun Recht habe sei dahingestellt. Auf jeden Fall hat man das Gefühl als Zuschauer nicht losbekommen, dass die Mehrheit der Gäste das Buch auch annähernd komplett gelesen, sondern sich nur auf einige Seiten beschränkt haben.

4. Die Aussage von Rudolf Dressler am Ende war treffend: Er wollte schon vor Jahrzehnten die Debatte um die Integrationspolitik in Bonn beleben, wurde aber hart von allen Parteien abgewiesen. Dies sei “gesellschaft-politisch” nicht gerechtfertigt. Dressler brachte das Beispiel, dass jeder der in das Land Israel emmigrieren wolle, in sechs Monaten nachweisen muss, das er einen hebräischen Sprachkurs gemacht hat. Falls nicht so, gibt es keine staatliche Unterstützung. Denn nur durch Sprache und Akzeptanz der anderen Kultur schaffe man Integration, Assimilation werde ja von keinem verlangt, so Dressler.

Fazit:

Erstens muss das Buch von Sarrazin erstmal gelesen werden, bevor über dessen Inhalt ein Urteil gefällt werden kann. Fest steht, dass die SPD ihn wegen einem Zitat in dem Interview der Welt-Online aus der Partei ausschließen möchte, nicht aber wegen des Buches!

Zweitens ist es wichtig, dass in Deutschland eine Debatte um die gescheiterte Integrationspolitik geführt wird. Falls dies wieder von den inkompetenten Politikern aufgeschoben wird, da dies gesellschaftlich-politisch nicht korrekt sei, besteht die Gefahr, dass sich die kommenden nächste Generation mit einem erstarkten rechten Spektrum auseinander setzten könnte.

Drittens ist es meines Erachtens nicht zu viel verlangt, von Menschen die gerne in einem fremden Staat leben zu verlangen, dass sie zum einen die Sprache sowie die dort herrschende Gesetzgebung (Grundgesetz) erlernen und anerkennen. Andere Länder wie z.b. Israel, Kanada oder Neu Seeland verlangen diese auch von ihren Einwanderern.

Der fotogene Obama

Der mächtigste Mann unserer westlichen Gesellschaft, US-Präsident Barack Hussein Obama, kann viele Gesichter machen. Beim Surfen durch das Internet bin ich auf drei schöne Beispiele gestoßen, in welchen der Präsident abgelichtet wurde: bei dem ersten Foto befindet sich der Präsident in völliger Ruhe, beim zweiten positioniert er sich als strahlender Sieger. Zu guter letzt blickt er forsch beim dritten Bild als aufgebrachter Redner in die Augen seiner Gegner.

Ein steht fest, Obama kann sich wandeln und anpassen, was oftmals etablierten Politikern, wie beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel schwer fällt. Doch genau so konnte der junge Präsident bei den Wählern 2008 punkten. Obama verkörpert einen Mix aus Eloquenz, Jungend, Intelligenz und ist darüber hinaus zudem ein sehr fotogener Mann. Bühne frei für die Unverfangenheit des Barack Obamas:

Obama völlig ruhig. Augen zu und durch (Bild von FAZ.net © AP)

Die bekannte Siegerpose (SpiegelONLINE ©dpa)

Obama aufgebracht (Bild von www.mercatornet.com)

Westerwelle spürt die IV. Macht im Staate

FDP-Politiker Guido Westerwelle und sein Lebensgefährte Michael Mronz. (Bild von Tafkas)

Im zweiten Kabinett Merkel wettert die Opposition von Grünen, Linken und SPD bestimmt und gezielt gegen den Koalitionspartner FDP und dessen Vorsitzenden Westerwelle. Unverständlichkeit bringen auch die Meiden, voran die zwei großen Vertreter Spiegel sowie die Süddeutsche, gegenüber Westerwelle auf. Egal wie sich Westerwelle zu Harts IV, Klientenpolitik und Geschäftsreisen (unter anderem die Beschuldigung mit seinem Lebenspartner Michel Mronz privates mit geschäftlichen zu vermischen) positioniert, er hat es zurzeit in Deutschland schwierig.

David Harnasch, Journalist für das politische Magazin Cicero brachte es in seinem Kommentar auf dem Punkt: In Deutschland herrscht der Volkssport Guidobashing

Ist Google schon Gott?

Wenn wir das abendländische Bild von Gott betrachten, handelt es sich bei dem Herrscher um ein Wesen, welches de facto hart, egoistisch und weise ist, jedoch auf der anderen Seite seinem Geschöpf, dem Menschen, durch die Sühne den Part Vergebung anbietet.

Ganz anders tritt dar amerikanische Konzern Google auf. Die Gründer Larry Page und Sergey Brin wollte immer schon eine Maschine besser gesagt eine künstliche Intelligenz schaffen, die dem Anwender die alltägliche Last von den Schultern nehmen soll. Ihn jedoch zu entlasten, seine digitalen Vergehen zu vergessen, das will Google nicht. Über 100 Millionen Gigabyte Speicher hat das Unternehmen und sammelt fleißig täglich Daten über uns. Sei es Informationen der Privatsphäre oder irgendwelcher Nonsenss. Google erfasst alles chronologisch, kann jeder IP einen Identität zuordnen und kann mit Facebook, Gmail, Picasa und dem kommenden Google-Handy Nexus One noch mehr über ihre User erfahren. Bald soll zudem ein Gesichtserkennungsprogramm auf den Markt kommen. Sprich Handy raus, jemanden fotographieren und Google nachschauen lassen, um wen es sich hier handelt. Die Privatsphäre scheint durch den US-Riesen gefährdert.

Dieses Sammeln an Informationen, grenzt schon an perversen rücksichtslosen Verhalten. Beispielsweise werden Bücher ohne Erlaubnis der Urheber eben einfach mal digitalisiert. Google erkennt keine privaten Bereich. Es ist überall und nimmt peu a peu immer mehr Einfluss in unseres Leben. Wer z.B. nicht will das Google per Street View die Straßen von Deutschland kategorisiert, dem sind auch die Hände gebunden. Wenn ihn/sie das Google-Auto fotografierst ist man auch im Raster des Giganten.

Ist es überhaupt noch in Zukunft möglich auch außerhalb des Cyperspaces dank der neuen Gesichtserkennung unerkannt zu bleiben?

Eric Schmidt, der Chef von Google, sieht das „Problem”  folgendermaßen:

„Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.”

Klasse, das Google so ein totalitäres Denken öffentlich an den Tag legt. Doch wer soll dem Unternehmen schon gefährden? Die Politiker? Die sind doch auch schon durch den Konzern bestimmt erpressbar. Wo Geld ist ist Macht. Und wo geheime Informationen vorliegen ist noch viel mehr Macht, denn Wissen ist Macht!

Vielleicht sollten wir heute den ersten Schritt wagen, weg von Google, hin zu anderen Anbietern oder gleich raus aus dem Cyperspace?

Zu Thema Google empfehle ich wärmstens die Artikel aus dem SPIEGEL (Nr.2 vom 11.1.2010) auf Seite 58-69 sowie  jene in der ZEIT (Nr.3 vom 13.1.2010) auf den Seiten 1 und 41.

Den Eid auf Afghanistan beschwört

Die 49-Jährige Heike Gross war als Bundeswehrärztin zweimal in Afghanistan im Einsatz. Vorab musste sie, wie ihre Kollegen ein Testamente verfassen, falls im Todesfall geregelt ist, welches Kind welchen Anteil vom Erbe bekommt. Natürlich musste auch festgehalten werden, was passiere wenn man nur mit einem Arm oder Fuß vom Hindukusch zurück nach Deutschland kommt. Auch in der Bundeswehr wird alles bürokratisch deutsch korrekt gemacht!

Selbst mit über 15 000 Einsätzen wurde die heute in Neu Seeland lebende Ärztin in Afghanistan böse überrascht. Denn dort „richtet sich die Gewalt gezielt gegen meine Patienten und gegen uns alle”, so erklärte sie gegenüber dem ZEIT Magazin vom 05.11.2009.

Auch hatte sie im Krisengebiet kaum Zeit ihre Mission zu hinterfragen. Denn Desertieren kommt für einen Soldaten nicht in Frage. „Ich hatte Vertrauen in die Führung. Diese Loyalität zu hinterfragen ist ein längere Prozess. Das ist wie bei Kindesmisshandlungen, Eltern müssen einem Kind schon sehr viel antun, damit es sie nicht mehr liebt. Ich bin in Afghanistan geblieben um meinem Eid zu erfüllen,” sagte die Bundeswehrärztin im Rückblick.

Die Frage stellt sich für den Bürger, inwieweit es in Ordnung geht, dass weiterhin gegen die Mehrheit der Bundesbürger Soldaten nach Afghanistan geschickt werden? Und sollte ein Soldat immer den Eid stets befolgen, wenn auch erkenntlich ist, dass auch Deutsche am Kaukasus zur Waffe greifen müssen?.
Tucholsky wusste schon richtigerweise : „Soldaten sind Mörder!”

Aufgepasst liebe korrupte, engstirnige und korrupte Politker. Das Wohl der Menschen und nicht die deutsch-amerikanische Waffenlobby sollte das Schicksal der Afghanen bestimmen. Wenn Soldaten nur den Eid der Oberbefehlshaber, in diesem Fall der Bundesregierung horchen, und nichts hinterfragen, kann dies böse enden. Selbst in der Wehrmacht wussten viele der Offiziere, dass was sie aufgetragen bekommen hatten, falsch und menschenunwürdig war. Dennoch sahen sie sich wegen ihres Eids gezwungen die Kommandos von oben zu befolgen. Wie das ganze ausging, im Kaiserreich sowie unter Hitler wissen wir…

Ein steht sicher fest: Afghanistan wird nicht durch den ISAF-Einsatz  in eine Demokratie wenden. Schon gar nicht wenn die Deutschen vor Ort mit mischen um unsere „Demokratie” dort zu verteidigen!

Heike Gross lässt in ihrem Buch Ein schöner Tag zum Sterben ihre Einsätze in Afghanistan Revue passieren. Ein gewiss lesenswertes Werk.

Nach der Wahl – die SPD ist am Boden

Zunächst einmal ein herzliches Dankeschön an alle diejenigen die im Januar 2009 an der Umfrage zur Bundestagswahl kräftig mitgestimmt haben. Im Januar 2009 mittelten wir die Umfrage auf stonesand mit den aktuellen Werten (Stand Januar 2009) von dem politischen Magazin Cicero, was natürlich statistisch gesehen ein völliges irrationales spannendes Unternehmen war. Dennoch sah die bemittelte Prognose folgende Werte vor:
Die stonesand Prognose

Die Bundestagswahl 2009 ging bekanntlich folgendermaßen aus:

Grafik Bundestagswahl 2009Aus der ersten Prognose wurde prognostiziert, dass es ein schwarz-gelbes Bündnis geben könnte, was sich am 27.09.2009 dann auch bestätigte. Die FDP schafft mit fast 15% ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl, hingegen muss die CDU/CSU im Vergleich zu 2005 nur einige Stimmen einbüßen, bleibt aber bundesweit stärkste Kraft. Der Aufwärtstrend der kleinen Parteien der Grünen und der Linken bestätigte sich vorab auch schon bei der Prognose. Zudem kommen die Sonstigen auf beachtliche 6%.
Den traurigen Part bei dieser Bundestagswahl spielten jedoch die Sozialdemokraten. Wer hätte denn gedacht, dass die Prognose von 19% im Januar 2009 im September mit 23% fast bestätig worden ist. Eine der ältesten Parteien Deutschlands, die als einzige Partei sich vehement in der Weimarer Republik gegen das Ermächtigungsgesetz von Adolf Hitler durch Otto Wels, dem damaligen Parteivorsitzenden aussprach, beginnt in Vergessenheit zu geraten.
Für eine stabile und funktionierende Demokratie ist ein Viel-Parteienparlament wie beispielsweise in Italien schädigend. Leider bewegen wir uns in der BRD auch langsam aber sicher auf diesen Trend hin. Mit nun über fünf Parteien wird es immer schwieriger Koalition zu bilden- das Regierung könnte zur Tortur werden.
Höchstwahrscheinlich wird die SPD in den nächsten Jahren einen Linksruck erfahren und sich mit den Linken vereinen um der CDU/CSU 2013 die Stirn bieten zu können.

Abschließend sei zu vermerken, dass die Volksparteien bezüglich des Nachwuches reagieren müssen. Die Generation Web2.0 wurde bei der Bundestagswahl von den Volksparteien nicht wirklich berücksichtigt. Falls die großen Parteien es nicht schaffen, die Jugend, und damit die Wähler für morgen, für sich zu gewinnen, wird das sehr gute Abschneiden der Piratenpartei(2,0%) 2013 kein Zufall mehr sein.

PS: Gehen sie doch mal auf www.wirhabendiekraft.de

Wozu Merkel, Steinmeier, Westerwelle und Jung schweigen!

Während Bundespräsident Köhler das neue Bundeswehrdenkmal in Berlin einweiht und die Minister im Bundestag debattieren analysierte nur ein einziger(!) Gregor Gysi am 8. September am Brandenburger Tor was genau die Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland, die Kanzlerin Merkel, Außenminister Steinmeier und der Verteidigungsminister Jung alles falsch in Afghanistan gemacht haben und dies bis zum heutige Tage weiter praktizieren.

Gysi forderte folgerichtig, dass unsere Gesellschaft eine neue politische Denkweise erlernen muss, denn erstens kann Terrorismus nicht mit Waffengewalt besiegt werden und  zweitens entstehen durch den Kriegseinsatz nur neue Terroristen.  Schlussendlich forderte Gysi, dass eine Revolution in Afghanistan von unten kommen müsse, also von den Afghanen selbst initiiert und nicht von oben herab mit Waffengewalt durch die USA, die NATO oder die deutschen Bundeswehr angestoßen.

Deshalb lautet die folgendrichte Konsequenz: Raus aus Afghanistan!