Die Zeit druckte am 24. November 2011 aus dem erscheinenden Gesprächsband “Vorerst gescheitert” von Karl-Theodor zu Guttenberg und Giovanna di Lorenzo einen ersten Auszug ab. Auf den vier Seiten befragt Lorenzo Guttenberg insbesondere über die Verfassung der Doktorarbeit und den anschließenden politischen Skandal. Guttenberg beteuert, dass er nicht vorsätzlich habe täuschen wollen und kreidet das Verschulden seinem eigenen ungenügenden Time-Management, Hochmut und Stolz an, die Arbeit neben dem politischen Amt stemmen zu können: „Die sorgfältige Detailarbeit, gerade das korrekte Einarbeiten und Zitieren fremder Quellen, ist wiederholt unterblieben. Diese Arbeiten hätten niemals unter Zeitdruck stattfinden dürfen.“ Weiter versichert er, dass es nicht mit der Arbeit täuschen wollte: „Wenn ich geschickt hätte täuschen wollen, hätte ich es vermeiden, Textstellen so plump und so töricht in diese Arbeit zu übernehmen, dass sie sich für jeden betroffenen Autor sofort erschließe, der dann zum Beispiel einen Vergleich mit seinem Werk vornimmt, das im Literaturverzeichnis sogar benannt ist. Wer die ersten Zeilen seiner Einleitung komplett aus einem Zeitungsartikel abschreibt, dann aber gleichzeitig so doof ist, die Autorin (Barbara Zehnpfennig Anm.d.A.) dieses Textes im Literaturverzeichnis zu benennen, der handelt nicht absichtlich, sondern aus Überforderung und weil er den Überblick verloren hat!“
Guttenberg beteuert: „Ich habe mit dem Abfassen dieser Doktorarbeit die (…) denkbar größte Dummheit meines Lebens begangen. Das bedauere und bereue ich von Herzen.“
Gegenüber den oben genannten Aussagen steht die Fakten des GuttenPlag Wiki. Dieser besagt, dass in der Dissertation von Guttenberg 1218 Plagiatsfragmente in über 135 Quellen gefunden worden sind. Nichtsdestotrotz bleibt Guttenberg bei seiner Aussage, dass nicht vorsätzlich abgeschrieben habe, sondern „das fatale Ergebnis einer chaotischen und ungeordneten Arbeitsweise“ anzukreiden sei.
Guttenberg hat sich mit der Verfassung der Dissertation sichtlich übernommen, denn Familie und Beruf standen zudem auf der täglichen Agenda. Guttenberg steht in den Auszügen von „Vorerst gescheitert“ klar und deutlich seine Fehler ein: Chaotische Arbeitsbedinungen, schlechtes Timemanagement und Hochmut. Jedoch verweist er klar den Vorwurf von sich absichtlich getäuscht haben zu wollen. Das dies für viele unglaubwürdig erscheint, sieht er selbst ein: „Mit der Erklärung, die ich abgegeben habe und die für viele holprig klingen mag, mache ich es mir sicherlich schwer.“
Da das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen Guttenberg wegen nur marginalen Verstößen eingestellt worden ist, hat Guttenberg zunächst keine weiteren rechtliche Konsequenzen zu befürchten. Politisch hält sich zu Guttenberg, wie er auch durch den treffenden Titel seines Gesprächsbandes „Vorerst gescheitert“ alle Türen offen. Vielleicht wird er schon wieder 2012/2013 die politische Bühne in Berlin mitbestimmen. Die Veröffentlichung seines Buches Ende November 2011 ist taktisch klug gewählt: Mit Weihnachten steht das Fest des Friedens und der Versöhnung vor der Türe.







Aus der ersten Prognose wurde prognostiziert, dass es ein schwarz-gelbes Bündnis geben könnte, was sich am 27.09.2009 dann auch bestätigte. Die FDP schafft mit fast 15% ihr bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl, hingegen muss die CDU/CSU im Vergleich zu 2005 nur einige Stimmen einbüßen, bleibt aber bundesweit stärkste Kraft. Der Aufwärtstrend der kleinen Parteien der Grünen und der Linken bestätigte sich vorab auch schon bei der Prognose. Zudem kommen die Sonstigen auf beachtliche 6%.